„Erinnerungen einer vergessenen Kindheit“ – Ein bewegende Filmvorführung an der Akademie für Erzieherinnen und Erzieher
Heute fand an der Akademie für Erzieherinnen und Erzieher im frühkindlichen Kompetenzzentrum eine besondere Filmvorführung zum Thema Sucht in der Familie und deren Auswirkungen auf Kinder statt. Gezeigt wurde der Kurzfilm „Erinnerungen einer vergessenen Kindheit“ von Regisseur und Autor Lars Smekal. Der Film erzählt eindrucksvoll aus der Perspektive eines Kindes vom Leben mit suchtbelasteten Eltern und macht die oft verborgene Not betroffener Kinder sichtbar. Auf sensible, bewegende und zugleich authentische Weise wird deutlich, welchen inneren Konflikten, Ängsten und Loyalitätskonflikten Kinder in solchen Lebenssituationen ausgesetzt sind.
Die Vorführung war für unsere Schülerinnen und Schüler nicht nur informativ, sondern auch eine emotionale und berührende Erfahrung. Viele waren tief bewegt von der ehrlichen Darstellung und der kindlichen Perspektive, die einen intensiven Einblick in die Gefühlswelt betroffener Kinder ermöglichte. Gerade diese emotionale Nähe machte die Veranstaltung zu einem nachhaltigen Erlebnis.
Im anschließenden Gespräch gab der Regisseur Einblicke in die Entstehung des Films und stand unseren Schülerinnen und Schülern für Fragen zur Verfügung. Die angehenden Erzieherinnen und Erzieher zeigten großes Interesse, stellten vertiefende Fragen und beteiligten sich engagiert an der Diskussion. Dabei wurde deutlich, wie wichtig es ist, frühzeitig sensibel auf Signale von Kindern aus suchtbelasteten Familien zu reagieren.
Besonders erfreulich war der Besuch von Bettina Altesleben, Staatssekretärin im Ministerium für Arbeit, Soziales, Frauen und Gesundheit des Saarlandes und Landesbeauftragte für Sucht- und Drogenberatung im Saarland. Sie wohnte der Veranstaltung bei und unterstrich die gesellschaftliche Relevanz des Themas sowie die Verantwortung pädagogischer Fachkräfte im Kinderschutz.
Für angehende Erzieherinnen und Erzieher hat die Auseinandersetzung mit diesem Thema eine hohe pädagogische Bedeutung. In ihrer späteren beruflichen Praxis werden sie immer wieder Kindern begegnen, die unter schwierigen familiären Bedingungen aufwachsen. Sensibilität, Fachwissen und Empathie sind entscheidende Kompetenzen, um diesen Kindern Halt, Vertrauen und verlässliche Bezugspersonen zu bieten. Die Veranstaltung leistete somit nicht nur einen wichtigen Beitrag zur fachlichen Weiterbildung, sondern stärkte auch die persönliche Haltung der Schülerinnen und Schüler im Hinblick auf ihre verantwortungsvolle Aufgabe im pädagogischen Alltag.
Bild zur Meldung: „Erinnerungen einer vergessenen Kindheit“ – Ein bewegende Filmvorführung an der Akademie für Erzieherinnen und Erzieher